Programm 2017

Dienstag, 7. November 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:55 Uhr
Begrüßung
Referent: Thomas Kuther | ELEKTRONIKPRAXIS
09:00 Uhr
Keynote: „Magnetics in the Digital World – the untold or forgotten facts“ mehr
Speicherdrosseln und Transformatoren sind Schlüssel-Bauelemente für hocheffiziente, getaktete Spannungswandler. Junge Ingenieure sind in diesem Themenfeld allerdings oft mit Widersprüchen konfrontiert - weshalb:

Fehlende Bildung: ohne eine solide Grundlage breitet sich Halbwissen oder Unwissenheit aus.
Alternative Fakten: der Unterschied zwischen Realität und Wahrnehmung.
Unpräzise Angaben: viele Hersteller bleiben in ihren Daten ungenau - welche Parameter müssen präzisiert werden?

Alexander Gerfer hat über 30 Jahre Erfahrung im Bereich elektronischer Bauteile und ist bekannt für sein Fachwissen im Bereich passiver Bauelemente und Schaltungsdesign. In vielen Design-Seminaren und im Fachbuch “Trilogie der Induktivitäten” sind seine Expertise, Design Tipps und Lösungen veröffentlicht.
Wie kann das Leben eines Ingenieurs durch Fokussierung auf zielführende, schnelle Lösungen für effiziente Schaltungen vereinfacht und damit der Design Prozess beschleunigt werden? Dieser Fragestellung nimmt sich Alexander Gerfer an.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Speicherdrosseln und Transformatoren - wie wichtig sind sie für hocheffiziente, getaktete Spannungswandler?
  • Wodurch entsteht Unwissenheit in diesem Themenfeld und welchen Einfluss hat es auf junge Ingenieure?
  • Wie kann das Leben eines Ingenieurs durch Fokussierung auf zielführende und schnelle Lösungen für optimierte und effiziente Schaltungen um ein vielfaches vereinfacht werden und wie kann somit der Design Prozess beschleunigt werden? 
Referent: Alexander Gerfer | Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG

Alexander Gerfer, geboren 1965, arbeitete nach seiner Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker in Bereich der Forschung und Entwicklung für Präzisionsmessgeräte. Nach dem Abschluss seines Elektrotechnikstudiums war er als Field Sales Engineer im Bereich der Bauteiledistribution tätig. Seit 1997 arbeitet Alexander Gerfer für die Würth Elektronik eiSos. Hier wurde er nach seiner Zeit in der Betreuung der Key Account Kunden Abteilungsleiter für das Produktmanagement, Qualitätswesen und Supply Chain. Nach seiner Ernennung zum Prokuristen und Mitglied der Geschäftsleitung in 2007, wurde er 2009 zum CTO der eiSos Gruppe ernannt. Seit 2017 ist er zudem Geschäftsführer der WE eiSos GmbH & Co KG. Er veröffentlichte viele Fachbeiträge, Bauanleitungen und Applikationshinweise aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik / Induktivitäten / Schaltregleranwendungen und ist Co -Autor des Fachbuches ‚Trilogie der Induktivitäten‘ – Hrsg. Würth Elektronik.

09:45 Uhr
Einführung in die Welt der Ferrite für Schaltnetzteile mehr
Herkömmliche 50 Hz - Stromversorgungen werden vollständig durch Schaltnetzteile ersetzt werden, deren Trafos mit Frequenzen zwischen 100 KHz und 1 MHz arbeiten. In diesem Frequenzbereich kommen als Kernmaterialien nur Ferrite infrage, da alle anderen hier wesentlich höhere Verluste aufweisen. Sie bestehen aus Mischungen von Oxyden und Karbonaten verschiedener Metalle und werden in einem komplizierten Prozeß hergestellt. Das Produkt hat die mechanischen Eigenschaften von Keramik und wird durch Sintern und Schleifen in Form gebracht. Geringe Leitfähigkeit und niedrige Verluste ergeben die Eignung für hohe Frequenzen. MnZn - Leistungsferrite erlauben in Trafos und Speicherdrosseln hohe Aussteuerungen bis etwa 250 KHz, für höhere Frequenzen stehen jeweils für enge Bereiche optimierte Ferrite zur Verfügung, oberhalb 1 MHz sind die billigeren NiZn - Ferrite überlegen. Die meisten Ferrite haben ihr Verlustminimum bei 100 C, Spezialtypen für Autoapplikationen bis zu 140 C. Darüber steigen die Verluste steil bis zur Curietemperatur um 220 C an. Weitere Klassen umfassen NiZn - Ferrite für Sieb- und Entstörglieder sowie Hf. 
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

10:30 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
11:10 Uhr
Das große 1x1 der Speicherdrossel mehr
In vielen elektronischen Geräten werden Schaltregler zur Spannungsversorgung bzw. Spannungsverteilung eingesetzt. Eines der zentralen Bauelemente im Schaltregler ist die Speicherdrossel. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Speicherdrosseln, so dass die Auswahl nicht immer leicht ist. Der Vortrag erklärt die wichtigsten Bauteilparameter von Speicherdrosseln wie Induktivität, Nennstrom, Sättigungsstrom und gibt Hinweise zur Auswahl einer geeigneten Speicherdrossel. Außerdem wird das Berechnungstool RedExpert vorgestellt, das den Entwickler bei der Auswahl von Speicherdrosseln unterstützt.
Referent: Dr. Thomas Brander | Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG

Dr. Thomas Brander, geboren 1970, schloss sein Studium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zunächst als Diplom-Physiker ab, bevor er zum Thema „U/He-chronologische Fallstudien an Eisen- und Manganerzen“ promovierte. Danach arbeitete er als Entwickler für die STS GmbH und entwickelte eine breite Palette an Induktivitäten und Übertragern für Hochleistungsanwendungen (bis zu 100 kW). Seit 2004 ist er für den Produktbereich Übertrager bei Würth Elektronik zuständig. Darüber hinaus ist er für kundenspezifische Übertrager-Designs verantwortlich. Er leitet die Design-Teams für isolierte Power Magnetics und EMV-Induktivitäten von Würth Elektronik. Seit 2017 ist er in der Leitung des Produktmanagements für Magnetics. Thomas Brander hat seine Veröffentlichungen zu Stromversorgungen auf Konferenzen wie der PCIM in Nürnberg und bei verschiedenen Kundenseminaren von Würth Elektronik vorgestellt.

11:55 Uhr
Höhere Wirkungsgrade in der Leistungselektronik setzen bessere Passive Bauteile voraus mehr
Die Entwicklung der Leistungsschalter und Dioden für Schaltnetzteile hat seit einiger Zeit ein Plateau erreicht: Si - Coolmos - (Superjunction-) - Transistoren bieten Spannungen bis 800 V, niedrige Innenwiderstände und extrem kurze Schaltzeiten, insbesondere wenn sie in Cascodes eingesetzt werden. SiC - und GaN - JFETs in Cascodes haben als Einrichtungs - Leistungsschalter keine Vorteile, nur in Brückenschaltungen. SiC - enhancement - MOSFETs bieten hohe Spannungen bei niedrigen Innenwiderständen. Ankündigungen bahnbrechender Verbesserungen konnten bisher nur in kleinstem Umfang realisiert werden. Während man sich früher mit Wirkungsgraden von 70 bis 80 % zufrieden gab, sorgen neue Normen für enormen Druck, höchste Wirkungsgrade zu erzielen, auch bei Teillast. Auch können bei kleinen Bauweisen keine hohen Verluste abgeführt werden. Schaltungstechnisch sind keine Neuerungen zu erwarten. Nunmehr steigt der Druck auf die Passiven Bauteile, die Verluste zu reduzieren. Bei Kondensatoren ist man dem Optimum etwa bei NDK - Keramiken nahe, Film- und Elektrolytkondensatoren werden ständig verbessert. Der größte Anteil der Verluste in Passiven Bauteilen entsteht in den induktiven, insbesondere in Trafos. Nur durch ein tiefes Verständnis von Skin- und Proximity - Effekt und deren strikte Beachtung bei der Trafoauslegung, durch die richtige Wahl von Draht-, Isoliermaterialien und Ferriten lassen sich die Verluste minimieren. 
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

12:40 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
13:40 Uhr
PowerCaps – Entwicklung von Hochleistungs- und Hochenergiespeicherzellen mehr
In vielen Anwendungen sind Hochleistungsspeicher erforderlich, die mehr Energie als herkömmliche Superkondensatoren aufnehmen können. In dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt, FastStorageBW II, wurde zusammen mit Industriepartnern eine Hybridspeicherzelle, die sogenannten PowerCaps inklusive der zur Produktion erforderlichen Fertigungsprozesse entwickelt und in Industrieanwendungen getestet.
Referent: Carsten Glanz | Fraunhofer Institute for Manufacturing Engineering and Automation IPA

Als Gruppenleiter der Gruppe „Applikation multifunktionaler Schichten“ am Fraunhofer IPA in Stuttgart beschäftigt sich Carsten Glanz mit der Weiterentwicklung von Beschichtungsverfahren für neue Materialien. Dies gilt besonders für die Entwicklung und Herstellung gedruckter elektronischer Anwendungen für Energiespeicher, transparenter Elektroden sowie Heizschichten. Hierbei werden sowohl klassische Druckverfahren wie Siebdruck, Tampondruck und Tiefdruck als auch Beschichtungsverfahren wie Rakeln, Sprühen und Tauchziehen eingesetzt. Diese eröffnen, kombiniert mit innovativen nanoskaligen Materialien wie Kohlenstoffnanoröhren, Graphen, Graphen-Nanoplatelets, Silbernanodrähten und leitfähigen Polymeren, innovative neue Anwendungsgebiete und Produkte.

14:25 Uhr
Praxistipps für EMV-Ferrite mehr
Übersicht über die unterschiedlichen Ferritarten und deren Unterschiede, sowohl von Kabel- als auch SMD-Ferriten. Einsatzbereiche und Materialübersicht für Ferrite. Einfluss und Auswirkungen von Temperatur und DC-Bias-Strömen auf das Impedanzverhalten. Praxistipps für das richtige Design-In von SMD-Ferriten.
Referent: Markus Holzbrecher | Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG

Markus Holzbrecher, Abschluss an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig mit einem Diplom in Elektrotechnik. Seit 2011 ist er verantwortlicher Entwickler / Produktmanager für die EMV Ferrite zur Bestückung auf die Leiterplatte bei Würth Elektronik eiSos.

15:10 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
15:50 Uhr
Design-in von ALU-Elkos – Tipps für den optimalen Einsatz mehr
Während der Design-Phase stellt die Auswahl geeigneter Bauelemente für Ingenieure regelmäßig eine große Herausforderung dar. Kriterien wie verfügbarer Bauraum, elektrische Performance, Lebensdauer und nicht zuletzt die Bauelementkosten müssen berücksichtigt werden. Ausgehend vom Aufbau eines Elektrolytkondensators wird auf die elektrischen und thermischen Eigenschaften eingegangen. Ein wesentliches Auswahlkriterium für Kondensatoren stellt die zu erwartende Lebensdauer unter wechselnden Betriebsbedingungen dar. Aufgrund seiner Natur als elektrochemisches Bauelement unterliegt der Elektrolytkondensator einer Alterung, die zu einer kontinuierlichen Veränderung der elektrischen Eigenschaften während der Betriebsdauer führt. Neben den Ursachen für diese Alterung wird der Einfluss von wechselnden Betriebsbedingungen und deren Berücksichtigung in der Lebensdauerberechnung erläutert.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Grundlagen des Aluminium Elektrolytkondensators
  • Charakteristische elektrische und thermische Eigenschaften von ALU Elkos
  • Alterungsmechanismen und deren Berücksichtigung beim Design-in von ALU Elkos
Referent: Dr. Sebastian Schöll | EPCOS

- Studium der Physik an der TU München mit Schwerpunkt Halbleiterphysik
- R&D Ingenieur bei EPCOS in München für Applikations- und Produktentwicklung im Bereich Aluminium Elektrolytkondensatoren für Industrieanwendungen

16:35 Uhr
Ringkern-Speicherdrosseln mit Ferritkern – totes Pferd oder aufgehender Stern? mehr
Speicherdrosselspulen auf Ringkernbasis sind wegen ihrer einfachen Geometrie und kompakten Bauform weit verbreitet. Viele Kerne werden aus Pulverwerkstoffen unterschiedlichster Zusammensetzung hergestellt. Ferrit bietet zwar die geringsten Verluste für Ringkern-Speicherdrosseln, war aber bislang auf Grund der begrenzten Aussteuerfähigkeit und der aufwändigen Herstellung nur in Ausnahmefällen das Kernmaterial der Wahl. Kleinere Gerätegrößen und -gewichte verlangen in der Regel höhere Schaltfrequenzen, welche durch neue Halbleitermaterialien wie SiC oder GaN erreichbar geworden sind. Mit der Schaltfrequenz steigt nun auch die Bedeutung der Kernverluste der Drosselspule. Hier kann die Ferritdrossel wieder punkten, insbesondere mit dem von Kaschke Components GmbH entwickelten Fertigungsverfahren für KLL-Ringkerne, kombiniert mit optimierten Materialeigenschaften. Lassen Sie sich in dieser Präsentation überzeugen, dass die Speicherdrossel mit Ferritringkern kein totes Pferd ist, sondern immer häufiger Bauteil der Wahl.
Referent: Dr. Frank Phlippen | Kaschke Components GmbH

Werdegang Dr. Frank Phlippen: 1998 Abschluss Studium Elektrotechnik mit Vertiefung auf Energietechnik an der RWTH Aachen. Bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotion zum Thema Einsatz von SiC Halbleitern am Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V. (dem heutigen Fraunhofer IWES) in Kassel, seit 2002 verschiedene und Führungsfunktionen bei Herstellern von Solarwechselrichtern, u.a. Leiter Entwicklung bei KACO new energy, seit 2013 Leiter Entwicklung innovative Bauformen bei Kaschke Components GmbH.

17:20 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
19:30 Uhr
Abendveranstaltung mit fränkischen Spezialitäten

Mittwoch, 8. November 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:55 Uhr
Begrüßung
Referent: Johann Wiesböck | Vogel Business Media
09:00 Uhr
Keynote: Die Bedeutung der passiven Bauelemente und ihre wichtigsten Trends mehr
Obwohl passive Bauelemente unverzichtbar für den Aufbau elektronischer Schaltungen sind, ist Ihr Image unauffällig. Wie viel Expertise und Knowhow bei der Herstellung notwendig sind, um Widerstände,
Kondensatoren und Induktivitäten in der notwendigen Qualität und Menge zur Verfügung zu stellen, ist kaum jemanden bewusst.
Ähnlich ist es auf der Anwenderseite, das Wissen über die richtige Auswahl und den korrekten Einsatz von passiven Bauelementen ist gering.
Der Markt wächst überproportional, getrieben durch viele neue Anwendungen.

Referent: Wilhelm Haßenpflug | Blume Elektronik

Dipl.-Ing. Wilhelm Haßenpflug übernahm 2003 die Firma Blume Elektronik, nachdem er bereits 30 Jahre im Vertrieb gearbeitet hatte. Nach dem Studium der Nachrichtentechnik fungierte er bei verschiedenen japanischen Herstellern wie Alps und Sharp sowie bei der Firma Bosch in leitender Position.

09:30 Uhr
Kondensatoren in der Praxis mehr
Übersicht der Kondensatorarten und deren jeweiligen Besonderheiten
  • Überblick über Kondensatorarten: Folienkondensatoren, Aluminium-Elektrolyt- & Aluminium-Polymer-Kondensatoren sowie MLCC‘S
  • Vergleich der möglichen Parameter Vor- und Nachteile einzelner Arten
 
Eigenschaften unterschiedlicher Kondensatorarten
  • Elektrische Charakteristika (z.B.: ESR & ESL, Ripple-Belastbarkeit, usw.)
  • Abhängigkeitsverhalten und Alterungsmechanismen
  • Lebensdauerabschätzung für Elkos
  • MLCC – Einflüsse von DC Bias und Geometrie auf die Kapazität
 
Richtiges Design-In von Kondensatoren
  • Design Tipps für Applikationen
  • Was es bei einzelnen Kondensatorarten zu beachten gilt?
  • Wie ich mein Design bezüglich Robustheit und Langlebigkeit optimieren kann?

Referent: Stephan Menzel | Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG

Herr Stephan Menzel, geboren 1987, arbeitete nach seinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens, an der Reinhold-Würth-Hochschule, bei der Würth Elektronik eiSos im Bereich des Qualitätsmanagements. Er verantwortete dabei Standardisierungen und betreute in seiner Rolle als Quality Manager Kunden aus dem Bereich des Key Account und Automotive. Nach seinem berufsbegleitenden Master Studium an der Hochschule Wismar, wechselte er in den Fachbereich der eiCap – Kondensatoren, Er ist seitdem als Produkt Marketing Manager für das globale Business Development verantwortlich und mit weiteren Produktmanagementaufgaben für den Bereich Kondensatoren betraut.

10:30 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
11:10 Uhr
MADMIX – The standard for measuring SMPS inductors mehr
Power inductors, are the beating heart of Switched-Mode Power Supplies (SMPS). Accordingly, they are in charge of the actual power conversion, thus having a major impact on the performance of the SMPS, such as the efficiency, dynamic behavior and EMC. Despite their crucial role inductors historically are poorly understood components. In addition to lacking accurate models for commercial inductors and previously no available equipment to do the modeling, the SMPS designer was left in the dark.

HOW NOT TO DO IT: In a typical SMPS circuit, such as a buck converter, the typical hard-switched voltage over the inductor and the resulting triangular current through the inductor determine the power losses and transient behavior. In-turn they will greatly affect the overall SMPS efficiency. In contrast to these large-signal waveforms, commercial inductor measurement equipment uses a small-signal approach, based on sinusoidal voltages and currents, to measure the inductance and to determine the equivalent winding resistance. By applying a small-signal sinusoidal AC-voltage over the inductor, possibly combined with a DC-current, the core-losses are not measured to the right extent. The resulting small-signal model is not representative for use in the SMPS. Indeed, the SMPS designer using this model will end up with significantly larger power losses, resulting in reduced overall efficiency and performance, likely overheating the SMPS and potentially causing instability problems.

HOW TO DO IT RIGHT: MinDCet has recently come up with a revolutionary way to mimic the typical SMPS inductor waveforms called MADMIX: “Method for Advanced DC-DC Convertor Design based on Macro-model Inductor Parameter Extraction”. This patented approach allows for applying variable frequencies (10kHz-10MHz), duty-cycles (10%-90%), voltages (1V-70V), current-ripples (0-60A) and DC-currents (0-50A) on the inductor in a software-controlled, fully-automated fashion. All the losses (winding and core) and the inductance are measured in the entire operating region of the inductor (and even beyond that!). The result is a large-signal and full-inclusive model, which can be used in the simulation environment of choice.
Referent: Dr. ir. Mike Wens | minDCet NV

Dr. ir. Mike Wens received the Master of Engineering degree in electronic design techniques from the Karel de Grote Hogeschool, Antwerp, Belgium, in 2004. In 2006 he received the Master of Science degree in microelectronics from the Katholieke Universiteit Leuven, Leuven, Belgium. From 2006 on, he worked as a research assistant at the ESAT-MICAS (MICroelectronics And Sensors) laboratories (K.U.Leuven) towards his PhD degree entitled ”Monolithic Inductive CMOS DC-DC Converters”, which he achieved in 2010. In 2011 he co-founded MinDCet NV, a mixed-signal Power Management design house, together with Dr. ing. Jef Thoné. His extensive knowledge in the field of switched mode power supplies, both discrete and (fully-)integrated dates back to 2002. His other competences are analog and mixed-signal chip design, high-voltage applications, discrete design, LED-lighting and tube amplifiers.

11:40 Uhr
Messen von induktiven Leistungsbauteilen mit dem Großsignal-Impulsmessverfahren mehr
Zur Messung der Induktivität von induktiven Leistungsbauteilen gibt es verschiedene Messverfahren. Zunächst wird die Messung mit sinusförmigen Kleinsignalspannungen und -strömen (LCR-Messbrücke), die Messung mit 50Hz Netzspannung und -strom sowie das Großsignal-Impulsmessverfahren vorgestellt. Die ersten beiden Messverfahren haben aber teils gravierende Nachteile und führen oft zu falschen Ergebnissen. Das noch relativ neue Großsignal-Impulsmessverfahrens liefert bei der Messung von induktiven Bauteilen für die Leistungselektronik die realistischsten Messergebnisse und bietet vielfältige Messmöglichkeiten, da neben der differentiellen Induktivität und der Amplitudeninduktivität auch der verkettete Fluss, die magnetische Ko-Energie und die Flussdichte bestimmt werden können. Es ermöglicht leichte, kleine und relativ preisgünstige Messgeräte trotz der enorm hohen Messströme von z.Zt. bis zu 10kA. Durch geeignete Massnahmen ist dieses Verfahren auch für die Messung von 3-phasigen Drosseln geeignet. Zum Abschluss werden Messbeispiele aus der Praxis präsentiert.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Vergleich verschiedener Messverfahren zur Induktivitätsmessung
  • Vorstellung des Großsignal-Impulsmessverfahrens und Erläuterung der vielfältigen Messmöglichkeiten und Vorteile
  • Beispiele aus der Praxis
Referent: Hubert Kreis | ED-K

Dipl.-Ing. Hubert Kreis wurde in Schwäbisch Gmünd geboren und studierte Elektrotechnik an der TU Stuttgart. Seit 1994 war er bei verschiedenen Firmen in der Entwicklung von Schaltnetzteilen, elektrischen Antriebssystemen für schwere Fahrzeuge und Leistungselektronik für Luftfahrtgeräte tätig. 2002 gründete er die Firma ed-k, welche anfangs noch kundenspezifische Entwicklungen auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Messtechnik durchführte. Sie spezialisierte sich aber bald ausschließlich auf die Entwicklung und Fertigung von Messgeräten nach dem Großsignal-Impulsmessverfahren, welche sich inzwischen weltweit als Quasistandard in der Entwicklng, Fertigung und Qualitätskontrolle von induktiven Leistungbauteilen etabliert haben.

12:10 Uhr
Ultrakondensatoren basierend auf Graphen
Referent: Michael Liedtke | Skeleton Technologies GmbH
12:40 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
13:40 Uhr
AEC-Q200-Test-Anforderungen und Machbarkeit mehr
AEC-Q200 hat sich als Anforderung bei Anwendungen in der Automobileindustrie und zunehmend auch bei industriellen Anwendungen durchgesetzt. Obwohl AEC-Q200 seit mehr als 20 Jahren diskutiert und angewendet wird, bestehen noch heute verschiedene Auffassungen und jede Menge Unklarheiten.

Unterschiedliche Auslegungen, wie diese Prüfvorschrift angewendet werden muss, existieren ebenfalls. Dieser Vortrag schafft Klarheit und gibt Hilfestellungen für die Umsetzung der Spezifikation für passive Bauelemente in den Automotive-Anwendungen.
Referent: Alexander Stillig | Blume Elektronik

Der am 09.07.1985 geborene Alexander Stillig hat nach seinem in Hildesheim absolvierten Abitur und einer anschließenden Ausbildung zum Werkzeugmechaniker zunächst 2 Jahre bei der Firma Peiner Umformtechnik GmbH gearbeitet, ehe er 2010 ein Studium des Maschinenbaus an der Hochschule Hannover begann. Während seiner Studienzeit absolvierte er mehrere Praktika bei TRW Automotive Electronics & Components GmbH sowie ein Praxissemester mit anschließender Abschlussarbeit bei der Robert Bosch GmbH in Hildesheim. Seit Beendigung seines Studiums ist Alexander Stillig bei Blume Elektronik Distribution GmbH tätig, wo er sich zurzeit im Produktmanagement mit Prüfstandards, insbesondere dem AEC-Q200, beschäftigt.

14:10 Uhr
Lösungen mit drahtgewickelten Widerständen mehr
Wirewound resistors provide the ideal solution for high pulse applications. Their ability to withstand high voltages and high currents, and absorb and dissipate the energy induced by transient events is unrivaled when compared to other resistor technologies. The characteristics of wirewound resistors also excel in most other areas, from the wide range of values available and their initial accuracy through to the low temperature coefficients, long term stability and high power dissipations. The ease with which wirewound resistors can be customized is a further benefit that extends the choice available to designers beyond standard catalog parts.
Referent: Phil Ebbert | Riedon Inc.

Phil Ebbert is in charge of resistor development at Riedon Inc. He is also responsible for our technology projects, including equipment, testing and process design. Mr. Ebbert has 15 years’ resistor engineering experience and led Riedon’s expansion from wirewound resistors into related film and foil technologies. He studied physics, optics and computer science at Carnegie Mellon University.

14:40 Uhr
Die unterschätzten Parameter von Hochohm- und Hochtemperatur-Widerständen mehr
Bei hochohmigen Widerständen wird in der Anwendung oftmals deutlich, dass sich das Bauelement „Widerstand“ nicht nur auf den elektrischen Parameter „Widerstand“ reduzieren lässt. Es gilt in der Praxis oftmals unterschätzte Parameter zu beachten. Im Vortrag wird dies für den VCR bei Hochohmwiderständen gezeigt. Dabei werden neben den Ursachen auch Abhängigkeiten von verschiedenen Größen und Spannungsbereichen sowie unterschiedliche Datenblattangaben betrachtet. Zusätzlich wird ein Vergleich mit dem TCR dargestellt. Für Hochtemperaturwiderstände erfolgt eine allgemeine Betrachtung der Zuverlässigkeits-Parameter in Abhängigkeit von Größe und Belastung.
Referent: Dr. Lutz Baumann | SRT Resistor Technology GmbH

Dr.-Ing. Lutz Baumann ist Geschäftsführer der SRT Resistor Technology GmbH. Nach Abitur und Berufsausbildung studierte und promovierte er auf dem Gebiet der Elektronik-Technologie und hat auch durch seine Tätigkeiten bei den Firmen Philips, Lewicki, Brose und SRT ca. 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Herstellung von Baugruppen, Schaltungsträgern und Widerständen in Dickschichttechnik.

15:10 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
15:50 Uhr
Richtungsweisende Eigenschaften von Aluminium-Elkos und deren Anwendungsgebiete mehr
Auslegung von Aluminium-Elektrolytkondensatoren nach deren Einsatzfall. Long life Aluminium Elektrolytkondensator, welche eine stetige Abmessungsverkleinerung bei steigender Belastbarkeit im Bereich Temperatur, Schwingung und überlagerter Wechselstrom vollziehen, sind sichere und erschwingliche Bauteile. Die erhöhten Anforderungen an Aluminium-Elektrolytkondensatoren und ihre Machbarkeit werden an Hand praktischer Messungen dargestellt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • technisches Hintergrundwissen zu Aluminium-Elektrolytkondensatoren
  • Anwendungshinweise für Aluminium-Elektrolytkondensatoren
  • Trends für Aluminium-Elektrolytkondensatoren
Referent: Martin Philipp | FROLYT Kondensatoren und Bauelemente GmbH

Geboren: 25.11.1989
Betritt FROLYT: 09/2006
Beitritt Entwicklung FROLYT: 02/2010
Studium zum Elektrotechniker: 2010-2014 (Teilzeit, Abendschule)
Leiter Entwicklung FROLYT: 01/2016

16:35 Uhr
Praxisbeispiel für eine Induktivität mehr
Founded in 1972, Chilisin is a dedicated inductor manufacturer and service provider based in Taiwan. Over the years, Chilisin has grown into a worldwide corporation with factories and sales offices/channels in Taiwan, China, Europe and USA which provides inductor turnkey solutions for EMI, power and RF.
This year (2017) is an even significant step for Chilisin. Acquiring two passive component companies Ralec Electronics and Ferroxcube, and investing in China-based Yuanling Xianghua Electronics. The acquirement could expand Chilisin’s scale with annual revenues topping US$382.7 million.  
The merger between three companies will create a synergy to provide customers with comprehensive solutions integrated by product technology on inductors, power chokes, module, antenna and resistors whereas to cover all the segments including handset, networking, PC, industrial, car-use and other high-end fields.
As technology advances and electrical car development, electrical components become a significant role in the application. Chilisin also dedicated itself advantage on material, production know-how and channels to focus on automotive segmentation. Chilisin aims to bring the most suitable solution and technology to customers. 
Referent: Dr. Gung-Fu Chen | Chilisin Electronics Corp.

Dr. GungFu Chen was majored in Electrical and Electronic Engineering and received his Ph.D in National Cheng Kung University. After receiving his Ph.D, he worked with Philips components for 7 years and Yageo for 4 years dedicated to MLCC development. After 11 years working in Philips and Yageo, he joined Bourns for 1 year and responsible for the LRC thin-film passive network modules developing. 17 years ago, he joined Chilisin and was responsible for Inductor development. In recent years, with his profession on material, technology and product, he is more focusing on FAE job to help our valuable customers to apply Chilisin products into field.

17:00 Uhr
Ende Praxisforum 2017

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